Die Meyer Werft und die Schweizer Reederei MSC Cruises stehen nach eigenen Angaben kurz vor dem Abschluss eines geplanten Milliardenauftrags. «Die Meyer Werft und MSC Cruises sind zuversichtlich, die Verhandlungen in den kommenden Wochen erfolgreich abzuschließen», teilten beide in einer gemeinsamen Erklärung mit. Im Februar hatte MSC noch von einem Abschluss bis Ende Juni gesprochen.
MSC Cruises und die vom Staat gerettete Meyer Werft hatten Ende vergangenen Jahres eine Absichtserklärung für den Großauftrag im Wert von bis zu zehn Milliarden Euro unterzeichnet. Der Vertrag sieht vor, auf der Meyer Werft vier bis sechs Kreuzfahrtschiffe zu bauen. Der Auftrag soll die Werft bis 2035 auslasten.
«Dabei handelt es sich um ein umfangreiches und komplexes Vertragswerk, für das üblicherweise mindestens ein halbes Jahr zu veranschlagen ist», hieß es nun in der gemeinsamen Mitteilung. «In der Zwischenzeit konnten die konkreten Planungen für das Design der Schiffe und die Verhandlungen für den Abschluss der entsprechenden Verträge in ein fortgeschrittenes Stadium geführt werden.»
Der Bund und das Land Niedersachsen hatten die finanziell angeschlagene Meyer Werft 2024 gerettet: Beide erwarben jeweils 40 Prozent der Anteile. Dafür flossen insgesamt 400 Millionen Euro. Zudem gewährleisteten sie einen Kreditrahmen von insgesamt 2,6 Milliarden Euro. Das Unternehmen hat seinen Sitz im niedersächsischen Papenburg.
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