Vor dem Verlust von mindestens 50.000 Industriearbeitsplätzen in Niedersachsen warnen die Arbeitgeber der Metallbranche. Denn: Die Unternehmen rechnen auch 2025 mit einem Anhalten der Rezession, wie aus der neuesten Konjunkturumfrage hervorgeht, die der Arbeitgeberverband Niedersachsenmetall (NM) am Freitag vorstellte. Die Arbeitsplätze könnten bis Mitte 2026 verloren gehen, wenn sich die Rahmenbedingungen nicht grundlegend verbessern, hieß es.
«Die Krise der deutschen Wirtschaft schlägt auch in Niedersachsen voll durch – sie macht sich hier wegen der hohen Abhängigkeit von der Autoindustrie sogar noch stärker bemerkbar», sagte Niedersachsenmetall-Hauptgeschäftsführer Volker Schmidt. Teile der Industrie befänden sich im freien Fall. Drei Viertel des befürchteten Stellenabbaus gäbe es vermutlich im Automobilsektor, schätzt er.
Die Ursachen für die Krise hätten sich im Laufe der vergangenen fünf Jahren aufgebaut, so Schmidt, etwa Corona, der Krieg gegen die Ukraine oder die Energiekosten. Viele Unternehmen hätten zudem aus Sorge vor dem Arbeitskräftemangel zuletzt mehr Personal als nötig beschäftigt.