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Mehr als zwei Milliarden Euro: Niedersachsen bestellt 113 Batteriezüge für SPNV

Mehr als zwei Milliarden Euro: Niedersachsen bestellt 113 Batteriezüge für SPNV
Neue Batteriezüge sollen die Mobilität in Niedersachsen verbessern. (Archivbild) / Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Mehr Mobilität für Niedersachsen: 113 Batteriezüge sind bestellt worden, das Bahnangebot soll damit ausgebaut, modernisiert und schrittweise emissionsfrei gestaltet werden. Wann werden sie eingesetzt?

Mehr als zwei Milliarden Euro werden in Niedersachsen in den Schienenverkehr investiert. Insgesamt 113 neue Batteriezüge sollen die Mobilität im Land stärken, wie ein Sprecher des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Bauen mitteilte. Die Kosten übernehmen das Land Niedersachsen, die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) und der Regionalverband Großraum Braunschweig. Die ersten neuen Fahrzeuge sollen demnach ab Ende 2031 eingesetzt werden.

Die Bestellung umfasst 83 Fahrzeuge für die LNVG sowie weitere 30 Fahrzeuge für den Regionalverband Großraum Braunschweig. Dazu kommen laut Ministerium zwei neue Betriebswerkstätten in Goslar und Soltau, Ersatzteilpakete sowie die langfristige Wartung und Instandhaltung der neuen Fahrzeuge. Damit zähle die Vergabe zu den größten Beschaffungsvorhaben im niedersächsischen Schienenpersonennahverkehr (SPNV) der vergangenen Jahre.

Bahnangebot soll ausgebaut und modernisiert werden

Die neuen Fahrzeuge werden von Siemens Mobility geliefert und sind ein wesentlicher Baustein zur Umsetzung der SPNV-Strategie «2040+», mit der das Bahnangebot deutlich ausgebaut, modernisiert und schrittweise emissionsfrei gestaltet werden soll, wie der Sprecher weiter mitteilte. 

Die Züge stünden für emissionsfreien Betrieb, hohe Wirtschaftlichkeit und erstklassigen Fahrgastkomfort, sagte der Chef von Siemens Mobility, Michael Peter. Gemeinsam mit der LNVG und dem Regionalverband Großraum Braunschweig treibe man die Dekarbonisierung des Schienenverkehrs voran.

Barrierefreier Ein- und Ausstieg

«Die neuen Züge stehen für einen modernen Nahverkehr, der die Regionen besser verbindet und die Menschen zwischen den Metropolen ebenso im Blick hat wie die ländlichen Räume», erklärte Niedersachsens Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne (SPD).

Die dreiteiligen Batteriezüge bieten laut Ministerium mehr Komfort und Kapazität. Sie verfügen über Mehrzweckbereiche, moderne Fahrgastinformationssysteme, WLAN, barrierefreie Einstiege sowie zahlreiche Fahrradstellplätze. Durch Türen auf unterschiedlichen Einstiegshöhen können Fahrgäste an Bahnsteigen mit verschiedenen Standardhöhen besser ein- und aussteigen. Die Züge haben eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 160 Kilometern pro Stunde.

Die ersten neuen Fahrzeuge sollen demnach ab Ende 2031 im Weser-Leine-Netz und im Harz-Heide-Netz eingesetzt werden. Es sollen dann weitere Einsatzgebiete, unter anderem im Heidekreuz, folgen.

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