Der von der Bundesregierung angekündigte Bürokratieabbau ist nach Einschätzung der deutschen Hafenwirtschaft bislang ausgeblieben. Der neugewählte Präsident des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS), Sebastian Jürgens, kritisierte das am Mittwoch in Hamburg.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) habe weniger Bürokratie und mehr Wettbewerbsfähigkeit versprochen, sagte Jürgens. «Bislang sehen wir noch nicht die erhofften Effekte.» Teilweise erlebe die Branche das Gegenteil: «Neue bürokratische Hürden für die Häfen, die unnötig Zeit und Kapital binden.»
Der Bundesverband ZDS, der auch Arbeitgeberverband ist, vertritt rund 140 Mitglieder. Darunter sind Hafenverwaltungen, Logistiker und Terminaltreiber.