Auf diesen Moment haben viele Menschen in der Grenzregion von Niedersachsen und den Niederlanden gewartet: Fast auf den Tag genau neun Jahre, nachdem ein Frachter die Friesenbrücke über die Ems in Ostfriesland zerstörte, steht an der Stelle nun der Neubau. Arbeiter setzten an der Baustelle in Millimeterarbeit das letzte noch fehlende Brückenteil für die neue Eisenbahnbrücke ein. «Das Brückenteil konnte gegen 5.30 Uhr erfolgreich auf die Pfeiler abgelegt werden», teilte eine Bahnsprecherin am Morgen mit.
Die neue 335 Meter lange Friesenbrücke soll laut der Bahn die größte Hub-Dreh-Brücke für den Eisenbahnverkehr in Europa werden. Mithilfe der Brücke soll die Fahrtzeit zwischen dem niederländischen Groningen und Bremen auf weniger als zweieinhalb Stunden verkürzt werden. Dazu wird auch ein Teil der Bahnstrecke parallel ertüchtigt. Die Inbetriebnahme ist nach Verzögerungen beim Bau laut Bahn voraussichtlich Mitte 2025 geplant.