Bei der Belastung der Böden und Gewässer in Niedersachsen durch landwirtschaftliche Düngung sieht Landesagrarministerin Miriam Staudte einen positiven Trend. Es gebe aber weiterhin Handlungsbedarf, sagte die Grünen-Politikerin am Montag bei der Vorstellung des aktuellen Nährstoffberichts in Hannover.
«Wir haben vor allem im Landkreis Cloppenburg noch durchaus Überschreitungen, wenn man den organischen Dünger betrachtet. Und wenn man den mineralischen Dünger hinzunimmt, sind es vier Landkreise», sagte Staudte. Bei der Belastung von Grund- und Oberflächengewässern könne noch kein positiver Trend flächendeckend verzeichnet werden. Bei einer Minderzahl der Messstellen gebe es sogar signifikant steigende Werte.
Der zum elften Mal vorgelegte Nährstoffbericht erfasst sowohl die gemeldeten ausgebrachten organischen Düngemengen aus Biogasanlagen, Schweine- und Rindergülle sowie Geflügelmist, als auch den mineralischen Stickstoffdünger. Der Meldezeitraum erstreckt sich vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023. Demzufolge sank der Dung- und Gärresteanfall aus der Tierhaltung und den Biogasanlagen erneut und lag in dem Zeitraum bei 53,1 Millionen Tonnen, was einer Minderung um 1,7 Prozent entspricht. Der Absatz von Mineraldünger sank auf einen historischen Tiefstand von rund 142.000 Tonnen.