Niedersachsen möchte den Neubau der Huntebrücke in Elsfleth (Landkreis Wesermarsch) beschleunigen. Der erneute Unfall an der Brücke habe einmal mehr die Bedeutung der Brücke für die regionale Wirtschaft verdeutlicht, teilte das niedersächsische Wirtschaftsministerium mit. Nach bisherigem Zeitplan soll die neue Brücke 2028 in Betrieb genommen werden. Das Land stehe in engem Austausch mit der Bahn und werde zeitnah das Gespräch mit dem Bund suchen, um den Bau abermals zu priorisieren.
Höher und breiter - die Pläne für die neue Brücke
Der zweite Unfall verzögere aber nicht die Pläne für die neue Brücke, versicherte ein Sprecher der Bahn. Momentan erstelle die Bahn in Absprache mit Land, Bund und Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt die Unterlagen für die Ausschreibung und kläre die Eckpunkte der Finanzierung. «Die Gespräche dazu sind noch nicht abgeschlossen», sagte der Sprecher.
Nach Angaben der Bahn soll die Durchfahrt der neuen Brücke 1,93 Meter höher sein als bei der ursprünglichen Brücke. Außerdem soll die Öffnung für die Schifffahrt auf rund 40 Meter verbreitet werden. «Gemeinsames Ziel ist es auch, einen Rad- und Fußweg mitzuplanen und zu bauen», teilte der Bahnsprecher mit. Die neue Trasse soll leicht versetzt zur jetzigen Bahnstrecke verlaufen, damit die Züge während der Arbeiten weiter über die provisorische Brücke fahren können.
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