Die deutschen Küstenländer beabsichtigen mehrere Verkehrsprojekte stärker voranzutreiben. Dazu einigten sich die Verkehrsministerinnen und -minister von Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Büsum auf eine Liste mit 43 vorrangigen Projekten für Straßen, Schienen und Wasserstraßen, wie das Wirtschaftsministerium Schleswig-Holsteins mitteilte.
«Die "Büsumer Liste" trägt damit der Rolle Norddeutschlands als logistisches Drehkreuz mit seinen Seehäfen ebenso Rechnung wie den norddeutschen Knotenpunkten der Energieversorgung oder der wachsenden Bedeutung militärischer Mobilität», sagte Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) bei der Konferenz der Küsten- und Wirtschaftsminister. Diese löse die 18 Jahre alte «Ahrensburger Liste» mit 24 vordringlichen Verkehrsprojekten im Norden ab.
Der Minister erklärte, die Liste solle norddeutsche Interessen frühzeitig in die Verkehrsplanung von Bund und EU einfließen lassen. In Schleswig-Holstein umfasse sie den Aus- und Weiterbau der Autobahnen A20, A24 und A23, den viergleisigen Ausbau der Bahnstrecke Pinne-Elmshorn sowie die Erweiterung des Nord-Ostsee-Kanals und der Trave.