Mehr als 13 Jahre nach seinem Start soll Deutschlands einziger Tiefwasserhafen, der JadeWeserPort in Wilhelmshaven, um ein neues Terminal erweitert werden. «Es wird ein Multipurpose-Terminal», sagte Holger Banik, Geschäftsführer der niedersächsischen Hafeninfrastrukturgesellschaft NPorts, bei einem Pressegespräch. An diesem Mehrzweck-Terminal sollen künftig etwa Bauteile für Windkraftanlagen, Autos und auch militärische Transporte umgeschlagen werden können. Auch für den Containerumschlag soll dieser neue Hafenteil nutzbar sein, sagte Banik.
Die Pläne für eine solche Hafenerweiterung nördlich des bestehenden Containerterminals gibt es schon länger – vorangetrieben wurden sie zuletzt von der Mosolf Gruppe, die als Logistikdienstleister in Wilhelmshaven Fahrzeuge umschlägt. In einem nun von NPorts vorgestellten Perspektivpapier werden die Pläne konkreter.
Demnach soll die Kaje des JadeWeserPorts für das neue Terminal um rund 900 Meter nach Norden erweitert werden. Dazu müsste der Schlepperhafen dort zurückgebaut und das Gelände aufgespült werden. NPorts will nun mit den Bauplanungen beginnen, noch fehlen aber Genehmigungen und Finanzierung. NPorts schätzt die Baukosten auf 700 Millionen bis eine Milliarde Euro.