Mehr als zwölf Jahre nach seinem Start soll Deutschlands einziger Tiefwasserhafen, der JadeWeserPort in Wilhelmshaven, erweitert werden. Im ersten Quartal dieses Jahres werden Ergebnisse einer Bedarfsanalyse für die Erweiterung nördlich des bestehenden Containerterminals erwartet, wie eine Sprecherin der Marketinggesellschaft des JaderWeserPorts auf Anfrage mitteilte. In der Planung sei ein Mehrzweck-Umschlagbereich. Dieser solle sich unmittelbar an den bestehenden Terminal anschließen und den Hafenstandort Wilhelmshaven weiter stärken.
Initiator der Bedarfsanalyse ist nach Angaben des Wirtschaftsministeriums in Hannover die Mosolf Gruppe, die als Technik- und Logistikdienstleister in Wilhelmshaven Fahrzeuge umschlägt. Demnach werden auch eine Vorplanung und eine Kostenschätzung erarbeitet.
Die Pläne sehen vor, dass die Kaje des JadeWeserPorts um rund 400 Meter nach Norden erweitert werden könnte. Dazu müsste der bestehende Schlepperhafen zurückgebaut und das Gelände aufgespült werden. Eine feste sogenannte RoRo-Rampe (von Englisch «Roll-on/Roll-off») für den Automobilumschlag könnte dann in die Kaje integriert werden.