Mehrere Initiativen wie Fridays for Future, Allianz pro Schiene, die Jusos Niedersachsen und der Verkehrsclub VCD haben die Koalitionsfraktionen im Bund zur Zustimmung für die Neubaustrecke Hannover-Hamburg aufgefordert. Demnach soll der Verkehrsausschuss des Bundestages voraussichtlich Ende Januar über das Projekt entscheiden.
«Seit langem leiden Passagiere wie Güterverkehrskunden unter Verspätungen und Zugausfällen auf dieser Strecke», heißt es in einem offenen Brief. Nur ein Neubau könne die Kapazitäten schaffen, um mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern – «ein notwendiger Schritt für eine Verkehrswende im Sinne des Klimas und der Umwelt». Vom Bündnis heißt es: «Machen Sie jetzt Nägel mit Köpfen, damit der Deutschlandtakt vorankommt!»
Den Verbänden und Organisationen ist bekannt, dass es vor Ort Vorbehalte gegen einen Neubau gibt. Doch die Fraktionen könnten sich für einen guten Lärmschutz einsetzen. Sie könnten auch für eine flächenschonende Parallelführung der Strecke zur Autobahn A7 sorgen, indem sie den Mindestabstand nach Bundesfernstraßengesetz aufheben. Und sie könnten sich dafür stark machen, dass entlang der Neubaustrecke Regionalhalte entstehen, von denen die Anrainer profitieren.