Die IG Metall wehrt sich gegen eine mögliche Übernahme des Stahlkonzerns Salzgitter durch die Unternehmen GP Günter Papenburg und TSR Recycling. Das Unternehmen müsse seine Eigenständigkeit behalten, fordert die Gewerkschaft auf Flugblättern, die an den Standorten des Stahlkochers verteilt wurden. Die Gewerkschaft befürchtet massive Auswirkungen auf die Beschäftigung, sollte der Stahlkonzern seine Unabhängigkeit verlieren.
«Wir brauchen keine Bündelung von Macht und Kontrolle in den Händen eines Konsortiums von zwei großen privaten Anteilseignern», erklärte IG-Metall-Vorstand Hans-Jürgen Urban auf dem Flugblatt, das der dpa vorliegt. Urban ist auch Vizechef des Salzgitter-Aufsichtsrats. Konzernbetriebsratschef Hasan Cakir bezeichnete es als «irrsinnig», die Eigenständigkeit der Salzgitter AG aufzugeben. Das müsse die Landesregierung verhindern, fordert die Gewerkschaft. Das Land Niedersachsen ist bisher mit 26,5 Prozent größter Anteilseigner des Stahlkonzerns.