«Machofreie Zone - Lady Drive» ist an der Fahrschule für Frauen zu lesen. Nicht einmal einen Monat ist das kleine Unternehmen in Osnabrück alt und schon sind das Interesse von Fahrschülerinnen und die Aufregung in den sozialen Medien groß. «Wir sind Vorreiter in Niedersachsen», sagt Fahrschulleiter Stefan Eggert. In großen Städten wie Hamburg gibt es schon länger solche Angebote.
«Das Projekt ist entstanden, weil viele, viele in den vergangenen Jahren angerufen haben und von Frau zu Frau ausgebildet werden wollten», berichtet er. Es solle eine Schutzzone für Frauen sein, ob sie nun schlechte Erfahrungen gemacht hätten oder einfach nicht neben einem Mann auf engem Raum im Auto sitzen wollten. «Wir haben bestimmt fünf, sechs Jahre überlegt. Die Resonanz zeigt, dass es der richtige Weg war, das zu machen», sagt der Betreiber.
Das operative Geschäft überlässt er Dorentina Bitiqi, seit zwei Jahren Fahrschullehrerin. Sie erklärt in den Stunden auf der Straße geduldig den toten Winkel, verschiedene Geschwindigkeiten und den Schulterblick beim Spurwechsel. «Wir bekommen sehr positives Feedback von Frauen, die endlich dieses Go bekommen haben», erzählt die 28-Jährige im Gespräch der Deutschen Presse-Agentur. So können einige endlich den Führerschein erwerben. Ihr ist die Atmosphäre im Auto unheimlich wichtig.