Es ist ein Moment, auf den an der Ems viele Menschen lange gewartet haben: Mit einem Schwimmkran wird im Kreis Leer ein erstes, rund 300 Tonnen schweres Teil für die neue Friesenbrücke angeliefert.
Der Kran hatte das Brückensegment am Nachmittag im Hafen von Papenburg an den Haken genommen und dann rund acht Kilometer flussabwärts zur Brückenbaustelle bei Weener transportiert. Dort kam es am Abend an, wie ein Sprecher der Bahn sagte. Begleitet wurde der Transport von zwei Schleppern.
Insgesamt sollen so nach Angaben der Bahn in den kommenden Tagen vier Segmente der neuen Friesenbrücke angeliefert werden. Die Teile sind jeweils 30 Meter lang und 300 Tonnen schwer und für die sogenannte Zweifeldbrücke - einen Teil der neuen Brücke - bestimmt.
In den kommenden Monaten soll dann auch der Einbau des 145 Meter langen drehbaren Brückenteils erfolgen. Dafür muss laut Bahn auch die Ems aufgestaut werden.
Der Wiederaufbau des Bauwerks, mehr als acht Jahre nachdem ein Frachter die damals geschlossene Klappbrücke gerammt und zerstört hatte, wird in der Region seit langem sehnlichst erwartet. Denn seit der Kollision 2015 ist die Emsquerung für Fußgänger, Radfahrer und den Bahnverkehr unterbrochen.