Die Landwirte in Niedersachsen mussten im vergangenen Jahr mit dem niederschlagsreichsten Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen zurechtkommen. Wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Hannover mitteilte, war das Erntejahr 2023 einerseits von üppigen Erträgen gekennzeichnet, aber auch von vielfältigen Qualitätsverlusten aufgrund des überdurchschnittlich regenreichen und zu warmen Jahres. So habe der trockene und heiße Frühsommer viele Ackerkulturen unter Stress gesetzt. Die permanente Nässe in der zweiten Jahreshälfte habe wiederum den Ernteverlauf der Winter- und Sommerkulturen beeinträchtigt. Bei fast allen Getreidearten habe es Ertragsverluste gegeben, stellte das Landesamt fest.
Beim Winterraps und Winterweizen habe es Ernteverzögerungen um mehrere Wochen gegeben. Nur die Ernte der Wintergerste sei weitgehend normal verlaufen. Die Sommerkulturen konnten wegen des nass-kühlen Frühjahres oft erst verspätet ausgesät werden. Sie keimten wegen der anhaltenden Trockenheit schlecht und waren in ihrem Wachstumszyklus verhindert. Wegen des Dauerregens und der schlechten Befahrbarkeit der Flächen konnten sie dann im Herbst nicht komplett geerntet werden.