Der jahrzehntelang als Atommüll-Endlager umstrittene Salzstock Gorleben wird von Freitag an wieder zugeschüttet. «Es geht los», sagte Monika Hotopp, Sprecherin der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE). Seit dieser Woche würden die 400.000 Tonnen Salz, die in festem Zustand auf einer Halde auf dem weitläufigen Gelände lagern, losgefräst.
Danach werde es in einen Container geladen, per Traktor zum Erkundungsbergwerk gefahren und unter Tage transportiert. Wie lange die Prozedur genau dauert, konnte die Sprecherin nicht sagen. Mehrere Monate auf jeden Fall, dann soll das Kapitel Gorleben geschlossen sein.
Das Bergwerk war ursprünglich gebaut worden, um den Salzstock als möglichen Standort für ein Endlager für Atommüll zu untersuchen. Vor vier Jahren war der Standort im Landkreis Lüchow-Dannenberg als Atommüll-Endlager ausgeschieden. Seit den ersten Castor-Transporten gab es im Wendland massive Proteste gegen die Einlagerung von hoch radioaktivem Müll. Im November kam die Genehmigung zum Zuschütten.