Bahn will Strecken später sanieren: Bis zu 5 Jahre Aufschub
Die geplante Sanierung wichtiger Bahnstrecken in Deutschland könnte sich noch bis 2035 hinziehen und damit vier Jahre länger dauern als bisher geplant. Diesen Vorschlag hat die Deutsche Bahn auf einer Info-Veranstaltung für die Branche unterbreitet. Auch der Nordwesten wäre davon betroffen, berichten Teilnehmer: Auch die Sanierung anderer Strecken würde sich, im Vergleich zu den Angaben von 2023, deutlich verschieben, teils um bis zu fünf Jahre: Die im September 2023 vorgestellten Pläne waren danach bei einigen Strecken bereits angepasst worden. Die aktuelle Planung nennt zum Teil keine genauen Termine mehr. Der bisherige Zeitplan für die bundesweite Sanierung des Schienennetzes war insbesondere bei Bahn-Wettbewerbern im Güterverkehr auf Kritik gestoßen. Er sei zu ambitioniert, die Umleitungsstrecken seien nicht ausreichend vorbereitet und geplant, argumentierten Kritiker. Keine Änderungen gäbe es den Angaben zufolge dagegen bei einigen zentralen Vorhaben: Der Vorschlag der Bahn hält an den bisherigen Sanierungsplänen bis einschließlich 2026 fest, wie es aus Teilnehmerkreisen hieß. Dazu gehört auch die ICE-Strecke Hamburg–Berlin. Zu ersten Verschiebungen käme es demnach ab 2027. Die letzte und einzige Sanierung im Jahr 2035 wäre dann die Strecke Hamburg–Flensburg. Bisher handelt es sich den Angaben zufolge aber nur um einen Vorschlag der Bahn, kein endgültig beschlossener Zeitplan. Sobald die Hinweise und Positionen der anderen Verkehrsunternehmen und Verbände eingeflossen sind, will die zuständige Bahn-Tochter DB InfraGo ein finales Konzept mit der Bundesregierung abstimmen und verabschieden. Mit der sogenannten Generalsanierung will die Bahn in den kommenden Jahren mehr als 40 vielbefahrene und als überaltert geltende Streckenkorridore grundlegend modernisieren und für den digitalen Ausbau vorbereiten. Nach und nach soll die Pünktlichkeit im Fernverkehr damit wieder steigen, die im vergangenen Jahr so schlecht war wie noch nie seit der Bahnreform 1994. Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenHier gibt es Verzögerungen
Hier ändert sich nichts
Planung noch nicht abgeschlossen