Das Wrack eines US-amerikanischen B-17-Bombers aus dem Zweiten Weltkrieg ist bei Arbeiten für eine Offshore-Konverterplattform in der Nordsee entdeckt worden. Die Überreste waren im vergangenen Sommer bei Kampfmitteluntersuchungen rund 260 Meter von der geplanten Plattform in 35 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund gefunden worden, wie der Rüstungskonzern Rheinmetall und der Netzbetreiber Amprion mitteilten. Das Wrack sei nicht gehoben worden, lediglich kleinere Teile seien zur Begutachtung an die Oberfläche geholt worden, sagte ein Rheinmetall-Sprecher.
Der Netzbetreiber Amprion baut die Konverterplattform DolWin delta auf der Nordsee für das Offshore-Stromkabelsystem DolWin4. Er hatte Rheinmetall Project Solutions - ein Tochterunternehmen des Düsseldorfer Technologiekonzerns - mit der Untersuchung des Wracks beauftragt.
Konverterplattformen sind große technische Anlagen, die auf fest verankerten Pfählen im Meer stehen. Darin wird der von Offshore-Windkraftanlagen produzierte Wechselstrom in Gleichstrom umgewandelt. Die Plattform DolWin delta wird rund 43 Kilometer nördlich der Insel Norderney gebaut.