In der niedersächsischen Industrie droht nach Einschätzung des Arbeitgeberverbands Niedersachsenmetall ein deutlicher Stellenabbau. Bis zu 30.000 Industriearbeitsplätze könnten im Laufe des Jahres wegfallen, wie der Verband mitteilte. «Wir sind in einem permanenten Krisenmodus», sagte Hauptgeschäftsführer Volker Schmidt. Seit 2019 befinde man sich in einem Abwärtstrend.
Grundlage der Einschätzung ist eine Befragung von 620 Unternehmen, darunter rund 500 aus Niedersachsen, im Zeitraum vom 16. März bis 8. April. Mehr als die Hälfte der Betriebe plane im laufenden Jahr einen Personalabbau. Zwar gebe es laut Schmidt positive Beispiele etwa in der Luftfahrt, der Medizintechnik und bei rüstungsnahen Unternehmen, die Personal aufstockten. Dies reiche jedoch bei Weitem nicht aus, um die Arbeitsplatzverluste in anderen Bereichen auszugleichen.