Die Planung der Autobahn 20 in Schleswig-Holstein kommt weiterhin nur mühsam voran. Gegen den Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt 7 zwischen der A23 und der Elbe im Kreis Steinburg will der BUND klagen, der NABU jedoch nicht. BUND-Landesgeschäftsführer Ole Eggers kündigte den Gang vor das Verwaltungsgericht an. Einzelheiten dazu sollen im Laufe des Tages mitgeteilt werden.
NABU: Verzicht auf Klage ist kein Einverständnis mit A20
Der NABU sieht nach Prüfung der Planunterlagen nach eigenen Angaben zwar mehrere Ungenauigkeiten und fachliche Schwächen, sieht jedoch keinen Anlass für eine Klage. «Unser Verzicht auf die Klage ist kein Einverständnis mit der A20», teilte der Landesvorsitzende Alexander Schwarzlose mit. Der Verband erkenne aber an, dass die Prüfung insgesamt sorgfältiger als bei anderen Abschnitten der Vergangenheit erfolgt sei. «Unsere verbleibenden Bedenken genügen nicht, um hier eine Klage zu rechtfertigen.»
Zweifel des NABU beziehen sich den Angaben zufolge zum Beispiel auf vorgesehenen Kompensationsmaßnahmen für den Kiebitz oder auf das Thema Wasser. Die von Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) in Aussicht gestellten Nachverhandlungen seien der geeignetere Weg zu Verbesserungen als eine Klage.