Herbststurm «Joshua» sorgt in Niedersachsen für Feuerwehreinsätze und Einschränkungen im Alltag. Bereits in der Nacht verursachte der Sturm Schäden, im weiteren Tagesverlauf wurden öffentliche Grünanlagen gesperrt und Fährausfälle angekündigt. Angaben über Verletzte gab es zunächst nicht.
«Im Tagesverlauf legt der Wind noch einen gewissen Zahn zu», erklärte Tanja Egerer, Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Demnach wird ab dem Mittag bis zum Nachmittag mit den stärksten Böen an der Nordsee gerechnet. Laut dem aktuellsten Wetterbericht seien an der Küste Orkanböen mit 100 bis 120 Kilometern pro Stunde, teilweise auch mit 130 km/h möglich. Vereinzelt könnte es auch zu Gewittern kommen.
Zur Nacht hin soll der Wind wieder abnehmen. Das Sturmtief «Joshua» hängt Wetterexperten zufolge über der Nordseeküste fest und bewegt sich nur recht langsam.
Im Landkreis Cuxhaven sowie in Nordfriesland und entlang der Elbe sollten die Pegelstände beim Nachmittags-Hochwasser die Schwelle zur Sturmflut überschreiten, wie das Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie auf seiner Website mitteilte. Bereits in der Nacht schlugen die Wellen an den Küstenstädten - wie Wilhelmshaven - höher und setzten dort Teile der Promenade unter Wasser.