Im Norden hat es in diesem Jahr mindestens 16 Tornados gegeben. Dabei handele es sich um bestätigte Fälle, sagte Jens Winninghoff vom Deutschen Wetterdienstes (DWD) der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe weitere Verdachtsfälle, die noch von Tornadoexperten diskutiert würden. «Dadurch könnte die Zahl noch etwas nach oben korrigiert werden.» Die meisten dieser Wetterphänomene waren mit sieben Tornados in Niedersachsen beobachtet worden. Gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit fünf Fällen und Schleswig-Holstein mit vier Fällen.
Schäden richteten die Tornados in Norddeutschland in diesem Jahr glücklicherweise nur wenige an. Einen bestätigten Tornado gab es laut DWD-Meteorologe am 7. Juni in Glewitz bei Grimmen (Mecklenburg-Vorpommern) und am 10. Juni in Greifswald. Beide wurden laut der Internationalen Fujita Skala (IF) lediglich als «schwach» eingestuft.
In ganz Deutschland seien bisher 42 Tornadofälle bestätigt worden, erklärte Winninghoff. Er stuft 2025 damit als durchschnittliches Tornadojahr ein, da im Mittel knapp 50 Tornados pro Jahr in der Bundesrepublik registriert würden. Dabei gab es durchaus auch den ein oder anderen starken Tornado, der schwere Schäden angerichtet hat, zum Beispiel «der IF2-Tornado vom 04.06.2025 in Donaustetten (Baden-Württemberg)», teilte der DWD-Experte mit. 2024 wurden nach früheren DWD-Angaben 48 Tornados bestätigt, was also ebenfalls einer durchschnittlichen Saison entsprach.