Weil Rettungshubschrauber wegen des Schneesturms aktuell nicht abheben können, haben Seenotretter einen Patienten per Schiff von der ostfriesischen Insel Spiekeroog ans Festland gebracht. «Es war ein dringender Krankentransport», sagte ein Sprecher der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen auf Anfrage. Trotz Windstärke acht und Schneetreiben auf der Nordsee sei der Transport gut verlaufen.
Die freiwilligen Seenotretter der Station Neuharlingersiel hatten sich den Angaben nach mitten im Wintersturm «Elli» mit ihrem Seenotrettungsboot «Courage» auf den Weg zur Insel gemacht, um dem Patienten zu helfen. Als sie zurück in Neuharlingersiel waren, übergaben sie den Patienten an den Rettungsdienst am Festland.
Amtshilfe geleistet
Dringende Krankentransporte etwa von den Nordseeinseln und Halligen zum Festland gehören eigentlich nicht zu den Aufgaben der Seenotretter. «Wir können sie im Rahmen der Amtshilfe immer dann übernehmen, wenn kein anderes Mittel zur Verfügung steht, wenn also keine Fähre mehr fährt und kein Hubschrauber fliegen kann», teilte der DGzRS-Sprecher mit.
Allerdings seien auch die Seenotretter auf entsprechende ausreichende Wasserstände angewiesen, hieß es. Wegen des starken Ostwindes und niedriger Wasserstände ist der Fährverkehr an der niedersächsischen Nordseeküste weitgehend am Freitag eingestellt worden.
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