Bei dem verheerenden Waldbrand 1975 in der Lüneburger Heide ist alles zusammengekommen. Die Wetterlage war seit Tagen kritisch, es gab böige Winde, hohe Temperaturen und eine niedrige Luftfeuchtigkeit. Zudem lagerte nach dem starken Sturm drei Jahre zuvor viel trockenes Holz in den Wäldern - bestes Brennmaterial, das sich nach dem ersten Bodenfeuer am 8. August im Landkreis Gifhorn rasend schnell entzündete.
«In dem Nadelwald mit vor allem Kiefern konnte sich aus kleinen Bodenfeuern eine Feuerwalze entwickeln», berichtet Knut Sierk, Leiter der Waldbrandzentrale in Lüneburg, die es damals noch nicht gab. Betroffen waren zwei Regionen, die Südheide um Celle und das Wendland an der Grenze zur damaligen DDR. Das Schlimmste ereignete sich am 10. August, als in einem Feuerwehrauto fünf Wehrleute starben, weil sie von dem Brand eingeschlossen waren.