Auch 50 Jahre nach der verheerenden Brandkatastrophe in der Südheide fällt es dem damaligen Feuerwehrmann Hans-Heinrich Busse schwer, das Erlebte zu erzählen. Immer wieder stockt dem 76-jährigen Zeitzeugen bei seinem Besuch der Feuerwehr-Unfallkasse (FUK) Niedersachsen die Stimme. Eher zufällig geriet der Überlebende damals in den Kampf gegen die Flammen, nach dem er knapp vier Monate mit schweren Verbrennungen im Krankenhaus verbrachte.
Busse kämpfte in Alltagskleidung gegen die Flammen
An jenem Tag habe er auf dem Heimweg nach der Arbeit Qualm gesehen und sei dorthin gefahren. Dort standen schon mehrere Feuerwehrkameraden und der Brandmeister habe ihn gefragt: «Hast du einen Spaten mit dabei? Dann musst du hier mithelfen.» Busse habe eine leichte Hose und eine leichte Jacke getragen ‒ keine Ausrüstung, sondern Alltagskleidung.
Als im Einsatz die Flammen außer Kontrolle geraten, konnten die Feuerwehrmänner nur noch laufen. Ein Kamerad habe Busse gesagt: «Junge, lauf, du bist noch jung.» Rund 30 Prozent seines Körpers seien damals zweiten bis dritten Grades verbrannt. Knapp vier Monate habe er daraufhin im Krankenhaus verbracht, die Hälfte der Zeit auf der Intensivstation.