Kurz bevor ein erster kräftiger Herbststurm in Niedersachsen an diesem Wochenende erwartet wird, sind die Arbeiten für den Küstenschutz weitgehend fristgerecht abgeschlossen worden. Am Westkopf der Insel Norderney etwa wurden in den vergangenen Wochen mit Hilfe eines Spezialschiffes rund 250.000 Kubikmeter Sand in sogenannte Buhnenfelder aufgespült und von Baggern verteilt, wie der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) auf Anfrage mitteilt. «Die Räumung der Baustelle ist mittlerweile abgeschlossen.»
Buhnen sind Küstenschutzbauwerke außendeichs, die als Wellenbrecher das Deckwerk vor Sturmfluten schützen. Um Sandverluste auszugleichen, wurde auf Norderney auf einer Strecke von zwei Kilometern das Strandniveau erhöht.
Wegen der Sturmflutsaison, die in der Regel von Oktober bis März dauert, gibt es im Sommerhalbjahr für Deicherhöhungen oder Dünenverstärkungen nur ein kleines Zeitfenster. Der Landesbetrieb ist für den Küstenschutz auf den Inseln zuständig, am Festland sind es die Deichverbände.