Seit der verheerenden Brandkatastrophe in der Südheide mit sieben Toten vor 50 Jahren hat die Feuerwehr in Niedersachsen nach eigenen Angaben viel gelernt. Spezielle wasserführende Tanklöschfahrzeuge seien etwa in großer Anzahl beschafft worden, sagte Olaf Kapke, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes und Vorstandsvorsitzender der Feuerwehr-Unfallkasse (FUK) Niedersachsen.
Fünf Feuerwehrleute verbrannten
Damals kamen in der Brandkatastrophe bei mehreren Feuern sieben Menschen ums Leben. Besonders traf es die Gemeinde Meinersen, wo unter anderem fünf Feuerwehrleute mit ihrem Fahrzeug von einer Feuerwand eingeschlossen wurden und verbrannten.
Das Feuer zählt zu den verheerendsten Waldbränden in Deutschland. Neben den fünf Feuerwehrleuten starben bei dem Feuer auch der damalige Kreisbrandmeister Friedrich Meyer auf dem Weg zum Einsatz sowie ein 21-jähriger Polizist, der mutmaßliche Brandstifter verfolgte.
In der Heide sind laut Kapke seitdem tiefe Brunnen gebohrt worden, um das Löschwasser schneller zu erreichen. Die Feuerwehr nutze heute Digitalfunkgeräte, und das Land Niedersachsen habe zuletzt verstärkt in die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung investiert. Nach 1975 sei zudem ein Frühwarnsystem mit Flugzeugen, Kameras und heute auch digitalisierten Waldbrandkarten eingeführt worden.