Die Jagd auf Nutrias soll im Emsland verstärkt werden. Der Landkreis unterstützt die Jägerschaft daher mit 150.000 Euro für spezielle Nutria-Fallen. Die Nagetiere seien eine große Gefahr für den Hochwasserschutz, sagte Landrat Marc-André Burgdorf (CDU) bei einem gemeinsamen Termin mit den Jägerschaften, laut Mitteilung. «Auf eine Intensivierung der gezielten Bekämpfung von Nutria kann daher nicht verzichtet werden.»
Nutrias, auch Sumpfbiber genannt, haben sich in Norddeutschland rasant ausgebreitet. Ihre Bestände sollen reduziert werden. Die Tiere graben Tunnel in Uferböschungen, Deiche und Gräben und können so deren Stabilität gefährden. Ihre weitreichenden Bauten stellten insbesondere in Bereichen mit Einrichtungen des Hochwasserschutzes ein Risiko dar. Die Nager fressen zudem große Mengen an Röhricht- und Uferpflanzen und bedrohen damit mitunter den Lebensraum von anderen, teils seltenen Tierarten. Ohne Schilf am Ufer verändere sich die Fließgeschwindigkeit des Gewässers, die Artenvielfalt leide.