Wildschweine sorgen im Harz erneut für Probleme. Besonders betroffen ist derzeit die Ortschaft Lerbach in Osterode am Harz. Ein örtlicher Spielplatz etwa wurde von den Wildtieren quasi umgepflügt, wie Bürgermeister Jens Augat (SPD) berichtet. Er sagt: «Wildschweine waren hier schon immer ein Problem, aber es wird schlimmer» - und damit ist er nicht allein.
Das liegt unter anderem am Klimawandel: «Es gibt weniger Frost im Winter, das Klima wird wärmer. Dadurch gibt es weniger natürlich Tode und mehr Futter», berichtet Michael Rudolph, von den Niedersächsischen Landesforsten. Die Landesforsten kümmern sich in Niedersachsen um den Landeswald.
Klar sei aber auch, dass die Tiere schon immer in der Nähe von Menschen leben, da sie dort viel Nahrung finden. Und: Wildschweine sind intelligent und können sich teilweise an Abschreckungsmaßnahmen anpassen oder gewöhnen. Generell seien Probleme mit Wildschweinen daher auch nichts Neues im Harz. Auch die Jahreszeit spielt dabei eine Rolle, wie der Nationalpark Harz mitteilte: So würden sich die Tiere in den warmen Monaten weniger in den Orten und mehr im Bereich von Feldern aufhalten, wenn dort das Getreide wächst.