Knorrige Bäume, zugewucherte Pfade und eine breite Artenvielfalt im Unterholz - so soll es einmal in einem Waldstück im Solling aussehen. Vor fast vier Jahren wurde dort westlich von Northeim eines der größten Wildnisgebiete Niedersachsens angelegt. Am Samstag darf erstmals eine größere Besuchergruppe in das geschützte Waldgebiet. Worauf müssen sich die Besucherinnen und Besucher einstellen?
Was ist das Wildnisgebiet?
Das rund 1.000 Hektar große Areal im Bereich des Waldgebietes «Limker Strang» ist der zweitgrößte zusammenhängende Naturwald außerhalb des Nationalparks Harz, wie die Landesforsten mitteilten, die für den Landeswald zuständig sind. Nur der Naturwald im Süntel bei Hessisch Oldendorf etwas weiter nördlich ist noch etwas größer. Im ganzen Bundesland sind inzwischen mehr als zehn Prozent des Landeswaldes und knapp 34.000 Hektar als Naturwälder ausgewiesen.
Anders als im restlichen Landeswald werden die Naturwälder nach Angaben der Landesforsten nicht bewirtschaftet. Das heißt, dass dort kein Holz geerntet und auch sonst keine Pflegearbeiten verrichtet werden. Der Wald wird also praktisch sich selbst überlassen und soll so natürlich zu einem Urwald heranwachsen.