Eine neue Luchsfamilie soll südwestlich von Hannover entstehen. Dazu wurde ein rund ein Jahr altes Weibchen im Weser-Leine-Bergland zwischen Hannover, Hildesheim und Hameln ausgewildert, wie das Niedersächsische Umweltministerium mitteilte. Das Tier soll sich mit bereits dort lebenden männlichen Luchsen paaren.
Die Auswilderung ist den Angaben zufolge der nächste Schritt des niedersächsischen Luchsprojektes. Ziel ist es, Luchsvorkommen in mehreren Regionen zu sichern und sie so mit anderen Populationen, auch außerhalb Niedersachsens, zu verbinden. Dadurch soll Inzucht vermieden werden. Laut Nationalpark-Chef Roland Pietsch ist das ein drängendes Problem und könne die Art ein zweites Mal ausrotten.
Der Luchs wurde im 19. Jahrhundert in Deutschland ausgerottet und wird seit den 2000er-Jahren wieder angesiedelt. Mit 160 Tieren ist das Vorkommen im Harz laut dem Ministerium derzeit das größte in Deutschland.