Verrostete Bomben, zerfallende Kisten voller Granaten oder mit Algen überzogene Sprengköpfe lauern vor der Ostseeküste. Um die umweltschädlichen Altlasten vor allem aus dem 2. Weltkrieg zu entsorgen, wird die Munition bei der Gesellschaft zur Entsorgung von chemischen Kampfstoffen und Rüstungsaltlasten (Geka) in Munster unschädlich gemacht. «Die Altmunition wird mehr und mehr zur Gefahr für die Umwelt, auch für die Schifffahrt und für Entwicklungsprojekte von Windparks», sagt Andreas Krüger, Geschäftsführer der bundeseigenen Geka.
1,6 Millionen Tonnen alte Weltkriegsmunition liegt auf dem Boden der deutschen Meere. Im Rahmen eines Sofortprogramms hat das Bundesumweltministerium Mittel in Höhe von 100 Millionen Euro für die Pilotbergung bereitgestellt. Inzwischen ist für die Ostsee gut dokumentiert, wo welche Altmunition liegt und welche schädlichen Auswirkungen bereits messbar sind. Allein in der Lübecker Bucht sollen es an die 450 Anhäufungen geben.