Bei der Suche nach einem Atommüll-Endlager sind einige Gebiete in Niedersachsen nicht mehr Teil der Suche. Salzstöcke im Solling-Becken im Weserbergland sowie im Thüringer Becken in Südniedersachsen kommen nicht mehr als Endlager für hochradioaktiven Müll infrage, wie die BGE Bundesgesellschaft für Endlagerung in Peine mitteilte. Zudem fielen Salzstöcke im Glückstadt-Graben und dem Westschleswig-Block im Grenzgebiet mit Schleswig-Holstein aus der Suche. Bereits seit 2020 ist auch der Salzstock Gorleben im östlichen Niedersachsen keine Option mehr.
Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne) begrüßte den ersten Einblick in die Endlagersuche der BGE. Niedersachsen wolle sich dafür einsetzen, dass Regionen nicht vorschnell aus Mangel an Daten aus dem Verfahren ausgeschlossen würden. Es brauche eine faire wissenschaftlich begründete Entscheidung über den besten Standort. «Wir haben Verantwortung für den in Deutschland produzierten Atommüll. Daher sollte sich kein Bundesland, so wie Bayern, politisch verweigern auf wissenschaftlicher Grundlage zu suchen», sagte Meyer.