Carmina kämpft sich mit langen Schritten durch das bis zum Oberschenkel ansteigende Wasser. Etwa 20 Minuten muss die Hannoveraner Stute mit hochgebundenem Schweif auf dem Unterwasserlaufband durchhalten, dann lässt Trainerin Gabi Milkereit es langsam wieder abfließen. Die Stute wird zum Ende hin unruhiger, der Kopf schwenkt hin und her, sie hat genug vom Treten zum Muskelaufbau.
«Die Pferde gehen da gern rein und lernen es schnell», erklärt Andrea Engeler-Bading, Dressurreiterin und Besitzerin des Hofes Fehmbusch, einer Therapiestation für Pferde. «Es ist anstrengend, richtig Arbeit im Wasser, aber auch angenehm für sie», erzählt die 40-Jährige, «manche mögen das sehr, planschen und freuen sich ihres Lebens».