So viele Störche wie noch nie sind von Vogelfreunden in der NRW-Hochburg an der Landesgrenze zu Niedersachsen gezählt worden. In diesem Jahr fanden sich im Kreis Minden-Lübbecke 194 Horstpaare ein, wie die Vogelschützer Alfons Rolf Bense und Guido Diethelm vom regionalen Aktionskomitee Weißstörche berichten. Das sind vier Paare mehr als 2025.
Die Population sei damit «ganz leicht gewachsen» nach einer kräftigen Zunahme um 15 Prozent im Vorjahr. Im Jahr 2024 waren 164 Paare von den Vogelfreunden gezählt worden. «Möglicherweise ist der Höhepunkt erreicht», sagt Bense. Als Horstpaar würden von den Ehrenamtlern Störche gezählt, die vor dem 15. Juni vier Wochen zusammen auf einem Horst gewesen seien, erläutert er.
In diesem Jahr wurden zudem 384 geschlüpfte Jungstörche nachgewiesen. Davon gingen der Zählung zufolge 55 verloren, so dass letztlich 329 Jungstörche ausflogen oder kurz davor stehen, wie es hieß. Im Vorjahr waren 404 Jungvögel nachgewiesen worden. Dabei wird aber von einem Verlust von 98 Tieren ausgegangen, so dass letztlich 306 Jungvögel in der Region ausflogen.