Bei Überwachungsflügen über der Nord- und Ostsee haben Experten im vergangenen Jahr mit einer besseren Technik mehr Umweltverschmutzungen festgestellt. Gemessen an der Einsatzdauer der Marineflieger, die die Umweltverschmutzungen mit Flugzeugen aus der Luft aufspüren, stieg die Zahl der 2023 entdeckten Verunreinigungen, wie das Havariekommando in Cuxhaven auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
Demnach wurde im Schnitt alle 7,7 Flugstunden eine Verschmutzung festgestellt, wie die Behörde mitteilte. Zuvor war eine Verunreinigung seit 2009 im Schnitt alle 12,5 bis 20 Flugstunden entdeckt worden. Dass mehr Verschmutzungen aufgespürt wurden, führt das Havariekommando auf eine Umrüstung der Überwachungsflugzeuge zurück, denn in die Maschinen war zuletzt eine bessere Sensorik eingebaut worden.
«Wir stellen fest, dass die Sensorik empfindlicher ist und mehr Verschmutzungen gefunden werden», teilte ein Sprecher des Havariekommandos mit. Das zeige sich auch daran, dass 2023 im Vergleich zu den Vorjahren deutlich kleinere Verschmutzungen in den Meeren entdeckt wurden. Demnach hatte der Großteil der einzelnen Verschmutzungen eine Größe von 0,1 Kubikmeter - also umgerechnet 100 Liter - oder kleiner.