340 Lämmer haben auf dem Hof Tütsberg bei Schneverdingen seit Mitte Januar bereits das Licht der Welt erblickt - 30 bis 40 erwartet Schäfer Uwe Storm noch bis Mitte März. In der Haupt-Lammzeit schaut der 61-Jährige nachts alle zwei Stunden nach seinen Heidschnucken, 400 Mutterschafe tummeln sich im Stall. Die ausgewachsenen Schnucken bleiben bis zu sieben Jahre, danach verlieren sie die Zähne und werden geschlachtet. «Die Heide ist wie Gehölz, da beißen sie sich die Zähne aus», erzählt Storm, dessen Herde insgesamt 840 Heidschnucken zählt.
Zudem hält er 23 Mutterziegen, die dieses Jahr bereits 30 Lämmer geboren haben. «Die Ziegen sind unheimliche Spezialisten, die killen richtig die Bäume», erklärt der Tierwirt. «Sie halten Birken und Kiefern niedrig, wir wollen ja eine offene Landschaft im Naturschutzgebiet und keine verbuschte.» Storm ist angestellt bei der Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide, hat Anrecht auf Urlaub und bekommt Hilfe, wenn im März ein Teil der Herde tagsüber in die Heide getrieben und abends geordnet wieder hereingelassen wird.