Um Langeoog im kommenden Winterhalbjahr vor neuen Sturmfluten zu schützen, sollen im Juli rund 450.000 Kubikmeter Sand vor einer Schutzdüne am Strand der ostfriesischen Insel aufgespült werden. Das entspricht rund 4,5 Millionen Schubkarren Sand. Notwendiges Baugerät wie etwa Spülrohre sollen dafür schon in den kommenden Tagen angelandet werden, wie der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Norden (Landkreis Aurich) am Mittwoch mitteilte. Für die Strandaufspülung auf zwei Kilometern Länge kommt später ein Spezialschiff zum Einsatz, das Sand von See über eine Spülleitung bis an den Strand pumpt.
Auf mehreren Ostfriesischen Inseln ging infolge der Sturmflutsaison im vergangenen Winter mit rund einem Dutzend leichten und mindestens einer schweren Sturmflut teils viel Sand verloren, darunter auch auf Langeoog an der Schutzdüne vor dem sogenannten Pirolatal. Vor der Schutzdüne gibt es ein Sanddepot, das als Verschleißkörper dient, um die Dünen vor Erosion und damit das Inselinnere sowie die Süßwasserlinse für die Trinkwassergewinnung zu schützen. Zuletzt war dieses Sanddepot 2022 neu aufgespült worden.