In Wasser- und Sediment-Proben aus der Bäke nahe dem ehemaligen Fliegerhorst in Oldenburg sind nach Angaben des Vereins Nachhaltige Stadtentwicklung gesundheitsgefährdende Stoffe gefunden worden. Diese würden bestehende Grenzwerte stark überschreiten, teilte der Verein mit. Das beauftragte Labor habe bei seiner Analyse etwa für Benzo(a)pyren eine fast zehnfache Grenzwertüberschreitung nach der Oberflächenwasserverordnung festgestellt. Der Stoff gilt als krebserregend. Im Sediment wurde der gemäß Bundesbodenschutzgesetz zulässige Grenzwert für den Schadstoff PAK sogar um das 80-fache überschritten, wie der Verein mitteilte. Er forderte die Stadt auf, weitere umfassende Prüfungen durchzuführen. Eine Sprecherin der Stadt sagte, die Verwaltung werde den Hinweisen des Vereins nachgehen. Noch sei es zu früh für eine fachliche Bewertung. Über weitere Schritte werde die Verwaltung zu gegebener Zeit informieren. Auch ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, es werde geprüft, ob neue Schritte zu veranlassen seien. Der Verein nahm die Proben eigenen Angaben zufolge im Stadtteil Dietrichsfeld. Die Stelle sei etwa 30 Meter von der Fläche auf der ehemaligen Schießbahn entfernt, wo die Staatsanwaltschaft 2025 in Bodenproben mehrere Giftstoffe entdeckt hatte, deren Konzentration Grenzwerte überschritten. Seit Frühjahr 2024 besteht der Vorwurf des unerlaubten Umgangs mit Abfällen auf dem ehemaligen Militärgelände, das für ein neues Wohnviertel saniert wird. Die Staatsanwaltschaft stellte ihre Ermittlungen dazu dieses Jahr ein. Die Stadt Oldenburg hatte das Grundwasser mehrfach analysieren lassen und stellte keine Gefahr für Mensch und Umwelt fest. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenStaatsanwaltschaft hatte Ermittlungen eingestellt