7 bis 15 kleine Heidschnuckenlämmer purzeln derzeit täglich ins Heu des großen Stalls in Döhle bei Egestorf in der Lüneburger Heide. Josefine Schön und ihr Partner Clemens Lippschus haben schon die Hälfte der jährlichen Lammzeit hinter sich gebracht. «Schlafmangel hat man schon. Wir arbeiten in Schichten rund um die Uhr, weil wir bei allen Geburten dabei sein wollen», berichtet die Schäferin - im Hintergrund blöken die Jungtiere in den Buchten.
170 Lämmer von 130 Mutterschafen haben sie seit Anfang des Monats schon auf die Welt gebracht, weitere 130 sind trächtig. «Wir sind sehr zufrieden, mussten wenig Geburtshilfe leisten. Alle haben sich gut entwickelt», sagt Schön. Neben einigen Zwillingsgeburten habe es kürzlich sogar Drillinge gegeben. «Das ist eine absolute Ausnahme», sagt sie und unterstützt das Muttertier vier- bis fünfmal am Tag mit der Flaschenfütterung.
Die Herde mit 404 Tieren gehört zu den ersten, die im Jahr lammen. So kann der Betrieb die besten eineinhalbjährigen Böcke zur Auktion im Juli schicken. «Die müssen sich dann gut entwickelt haben, damit sie das Interesse von Züchtern wecken», erzählt die 30-Jährige. Die Nachfrage sei hoch, Züchter kämen sogar aus der Schweiz und dem Schwarzwald in die Heide. Aus Döhle nehmen in der Regel fünf bis zehn Tiere an dem jährlichen Event in Müden/Örtze teil.