Nachdem in einem Rinderbetrieb im Harz im Landkreis Göttingen das Virus der Blauzungenkrankheit festgestellt wurde, ist der Mindestradius der Sperrzone erweitert worden. Nach der Erweiterung sind weitere Teile Niedersachsens betroffen, darunter der gesamte Landkreis Holzminden. Bisher lag nur der südliche Teil des Landkreises in der Sperrzone, wie die Kreisverwaltung mitteilte.
Betroffen sind zudem die Kreise Göttingen, Northeim sowie Goslar. In der Zone gelten besondere Vorgaben für den Transport und Handel empfänglicher Tierarten.
Welche Tiere in Gefahr sind
Bei der Blauzungenkrankheit handelt es sich um eine virusbedingte, hauptsächlich akut verlaufende Krankheit. Schafe und Rinder, aber auch Ziegen, Kameliden wie Lamas und Alpakas und Wildwiederkäuer sind dafür empfänglich. Übertragen wird das Virus durch kleine blutsaugende Stechmücken, sogenannte Gnitzen.
Für Menschen ist das Virus ungefährlich. Bei Rindern können unter anderem Entzündungen der Zitzenhaut und der Schleimhäute auftreten. Schafe können unter Fieber, Apathie, Veränderungen der Schleimhäute und Lähmungen leiden. In manchen Fällen verfärbt sich die Zunge blau, daher stammt der Name «Blauzungenkrankheit».
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