Die Zahl der Igel im Nabu-Artenschutzzentrum in Leiferde im Landkreis Gifhorn ist gestiegen. In diesem Jahr seien bislang rund 480 der stachligen Tiere versorgt worden, sagte Geschäftsleiterin Bärbel Rogoschik. Sie rechne damit, dass weiter täglich mindestens ein Igel zum Artenschutzzentrum gebracht werde. Im Vergleich zu den Vorjahren seien es mehr Tiere.
Unter den abgegebenen Igeln sind welche, die angefahren wurden, viele Parasiten oder gebrochene Beine haben. Daneben werden kleine, schwache und kranke Igel abgegeben. Im Artenschutzzentrum werden die Tiere versorgt und gepflegt - mit dem Ziel sie auszuwildern. Igel haben es Rogoschik zufolge zunehmend schwer. Viele Tiere werden auf Straßen überfahren, in abgeriegelten und sauberen Gärten finden sie kaum Nahrung und Unterschlupf. Durch Mähroboter und liegen gelassene Netze erleiden Igel schwere oder tödliche Verletzungen, wie die Leiterin des Zentrums berichtete.