Angelvereine in Niedersachsen haben in diesem Jahr 3,2 Millionen Aale und 109.300 Quappen in die Gewässer eingesetzt. Die größte Arterhaltungsaktion des Anglerverbands Niedersachsen sei damit für 2026 abgeschlossen, teilte der Verband mit. Von Borkum bis nach Osnabrück und von Amt Neuhaus bis nach Duderstadt - über 200 Angelvereine hätten sich daran beteiligt. Ziel der Aktion: die Rote-Liste-Arten in den Flüssen und Bächen erhalten.
Schmuggler und Kormorane
Der Europäische Aal (Anguilla anguilla) ist zahlreichen Bedrohungen ausgesetzt: Wasserkraftwerke und andere menschengemachte Hindernisse versperren ihm seine Wanderroute aus Deutschland bis in den Nordatlantik - und zurück. Der Wanderfisch laicht nur in der Sargassosee nahe Florida. Dazu kommt: «Junge Aale, die sich auf dem Rückweg in unsere Bäche und Flüsse befinden, fallen häufig illegalen Schmugglern zum Opfer, die die sogenannten Glasaale als teure Delikatesse nach Ostasien verkaufen», berichtet der Anglerverband. Zudem gebe es tierische Fischräuber - etwa Kormorane, deren Bestände enorm zugenommen haben.