Wolfsburgs Kapitän Arnold schiebt Frust: «0,0 zufrieden»
Wolfsburgs Kapitän Maximilian Arnold schiebt wegen seiner Reservistenrolle beim Erstliga-Absteiger mächtig Frust. «Ich bin mit der Situation einfach nicht zufrieden, klipp und klar: 0,0 zufrieden. Das ist nicht mein Anspruch», sagte Arnold nach dem 4:1 im Test gegen den Drittligisten TSV Havelse, bei dem er endlich mal wieder über 90 Minuten zum Einsatz kam, im Gespräch mit Wolfsburger Medien. In der Zweiten Liga stand der Routinier in der laufenden Saison erst einmal in der Startelf, musste sich ansonsten mit Kurzeinsätzen begnügen. Eine Rolle, die dem Wolfsburger Rekordspieler nicht gefällt. «Ich habe Mehrwert für die Mannschaft», sagte der 32-Jährige. «Und ich hoffe, dass der Trainer das schnellstmöglich auch sieht.» Arnold hatte sich gegen Ende der vergangenen Saison mit langwierigen Leistenbeschwerden herumgeplagt und musste deshalb auch in der Vorbereitung noch kürzertreten. Dass er seinen Stammplatz beim VW-Club verlieren würde, hatte der Mittelfeldspieler aber nicht erwartet. «Damit habe ich nicht gerechnet», sagte Arnold, der seine Unzufriedenheit auch in einem Gespräch mit Trainer Tobias Strobl zum Ausdruck gebracht hat. Strobl setzt im defensiven Mittelfeld bislang auf Vinicius Souza. Sollte sich an seiner Rolle als Reservist nichts ändern, will Arnold, der 2011 sein VfL-Debüt feierte, offenbar selbst einen Abschied nicht ausschließen. «Dann schauen wir mal, was passiert», antwortete Arnold auf eine entsprechende Frage. Den Wolfsburger Bossen ist die Unzufriedenheit ihres Führungsspielers bewusst. «Es wäre aus meiner Sicht fatal, wenn Max Arnold jetzt sagen würde, dass er sich kampflos einer Rolle widmet, die er nicht haben möchte», hatte Geschäftsführer Dieter Hecking der «Wolfsburger Allgemeinen Zeitung» bereits vor Arnolds öffentlichen Äußerungen gesagt. «Das ist mir viel lieber, als wenn er da gleichgültig mit umgehen würde und sagt: Ich kriege hier meine Kohle und das war’s. So erlebe ich ihn eben nicht.» Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenGespräch mit dem Coach
Hecking weiß von Arnolds Frust