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Wieder Werder-Sorgen - Reis und Dinkci als Hoffnungsträger

Wieder Werder-Sorgen - Reis und Dinkci als Hoffnungsträger
Eren Dinkci steht vor einer Rückkehr zu Werder Bremen. (Archivbild) / Foto: Tom Weller/dpa
Von: DieNiedersachsen News
Eine Woche vor dem Pflichtspielstart gibt es bei Werder noch einiges zu tun. Immerhin bewegt sich was auf dem Transfermarkt.

Auf den ersten Blick ist Werder Bremen nicht viel weiter als vor einem Jahr. Eine Woche vor dem Pflichtspielstart wirkt das neue Team der Grün-Geißen immer noch wie eine große Baustelle. Wie vor der vergangenen Saison, in der nur mit Ach und Krach der Abstieg vermieden werden konnte, ist der Kader noch nicht komplett. Zudem gibt es erneut Verletzungssorgen. Beim 0:1 bei der Generalprobe gegen den französischen Erstligisten AJ Auxerre fehlten insgesamt 13 Spieler.

Vor einem Jahr ging Werder daher fast schon als Außenseiter ins Erstrundenspiel des DFB-Pokals beim Zweitligisten Arminia Bielefeld und schied beinahe folgerichtig aus. Dieses Mal ist die Stimmung zwar nicht euphorisch, doch die Verantwortlichen sehen die neue Bremer Mannschaft vor dem Pokalspiel beim Oberligisten Lüneburger SK Hansa in einer Woche deutlich weiter als damals. Zumal in Ludovit Reis ein weiterer hoffnungsvoller Spieler vom belgischen Meister Club Brügge ausgeliehen wurde und die Rückkehr von Eren Dinkci kurz bevorsteht.

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Reis-Wechsel sorgt für Ärger unter HSV-Fans

Die Reis-Verpflichtung sorgte allerdings für einige Turbulenzen in den sozialen Medien, wo vor allem HSV-Fans den Mittelfeldspieler ob seiner Hamburger Vergangenheit nach dem Wechsel zum norddeutschen Erzrivalen beleidigten. Zumal Reis bei seinem Abschied aus Hamburg vor einem Jahr unter anderem davon gesprochen hatte, der HSV werde für immer in seinem Herzen bleiben.

Von den Werder-Anhängern wurde der 26-Jährige bei der offiziellen Saisoneröffnung am Samstag dagegen herzlich empfangen. Geschäftsführer Clemens Fritz kritisierte die Auswüchse im Internet. «Es ist uns nicht entgangen, was im Internet los ist – auch wenn uns bewusst ist, dass das eher nicht aus Bremen kommt. Als Werder Bremen verurteilen wir jeglichen Hass gegen unsere Spieler. Das gehört sich einfach nicht», sagte Fritz.

Thioune freut sich über Neue

Werder-Coach Daniel Thioune freut sich vor allem, nach dem Abgang von Romano Schmid nach Italien eine weitere Alternative im Mittelfeld zu haben. Zwar fehlt Reis die Spielpraxis, weil er in Brügge im vergangenen halben Jahr nicht mehr zum Einsatz kam. Grundsätzlich ist er aber fit und soll sofort im Training mitmischen.

Das würde auch für den gebürtigen Bremer Dinkci gelten, der beim Freiburger Test am Samstag gegen Crystal Palace schon nicht mehr zum Kader zählte. «Qualität ist immer willkommen – und wir wissen um die Qualität von Eren», sagte der Werder-Trainer. «Eren kann offensiv drei Positionen spielen, hat sich gut entwickelt in den letzten Jahren.»

Fritz kündigt weitere Transfers an

Dass der Bremer Kader noch Verstärkung benötigt, wurde bei der Niederlage gegen Auxerre deutlich. Weshalb Fritz auch nicht ausschließen wollte, dass es bis zum Ende der Transferphase am 1. September weitere Neuzugänge gibt. «Wir wollen in der Offensive natürlich noch was machen. Es kann sein, dass im Mittelfeld noch etwas passiert, eventuell noch in der Abwehr», sagte Fritz, der noch eine hektische Phase in den kommenden zwei Wochen erwartet. «Wir sind nicht der einzige Verein, bei dem noch ein paar Sachen zu tun sind.»

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