Von Abstiegskampf redet bei Werder Bremen noch niemand. Die Stimmung rundum das Weserstadion ist dennoch schlecht wie seit langem nicht mehr. Eine Negativserie in der Fußball-Bundesliga von sechs Spielen ohne Sieg und durchwachsene Leistungen auf dem Feld haben die Laune nicht nur eingetrübt. Von einem Reizklima in der Kabine wurde gesprochen.
Da passte es ins Bild, dass die Verantwortlichen um Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz auch noch eine Fehleinschätzung bei ihrer Transferplanung in diesem Winter einräumen mussten.
«Dass eine Stimmung nach sechs Spielen ohne Sieg nicht hurra ist, ist auch klar», sagte Cheftrainer Horst Steffen bei der Spieltags-Pressekonferenz einen Tag vor dem ersten Rückrunden-Heimspiel am Freitag (20.30 Uhr/Sky) gegen Eintracht Frankfurt.
Die Stimmung sei abhängig von den Ergebnissen. «Und wenn wir Ergebnisse erzielen, dann wird es auch wieder eine Stimmung geben, wo wir sagen: 'So, das ist erfreulich'» meinte der 56-Jährige. Es sei auch verrückt, «wenn wir jetzt eine Stimmung hätten, die lustig ist, die locker ist». Da würden alle sagen: «Haben die das nicht verstanden, dass es jetzt mal zur Sache geht, dass wir drei Punkte brauchen?»