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So reagiert Werder Bremen nach Fan-Vorfällen in Wolfsburg

Auch Werder Bremen beschäftigen die Auseinandersetzungen von Fans mit der Polizei und Ordnern vor dem Spiel in Wolfsburg beschäftigen.   / Foto: Andreas Gora/dpa
Auch Werder Bremen beschäftigen die Auseinandersetzungen von Fans mit der Polizei und Ordnern vor dem Spiel in Wolfsburg beschäftigen. / Foto: Andreas Gora/dpa

Vor dem Bundesliga-Spiel Wolfsburg gegen Werder kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Bremer Fans, Ordnern und Polizei. Nach dem VfL Wolfsburg meldet sich nun auch Werder zu Wort.

Zwei Tage nach den Auseinandersetzungen zwischen Gästefans, Ordnern und der Polizei vor dem Heimspiel beim VfL Wolfsburg hat sich Werder Bremen in einem ausführlichen Statement zu den Vorfällen geäußert. Zwar verurteilte der Club aus Bremen die zum Teil gewalttätigen Geschehnisse am Wolfsburger Stadion. Anders als der VfL vermied es Werder, eine der beteiligten Gruppen klar zu verurteilen. 

Werder-Geschäftsführerin Anne-Kathrin Laumann plädierte in der Stellungnahme stattdessen für Ausgleich und Differenzierung bei der Beurteilung der Vorgänge. 

Zehn Werder-Anhänger vorläufig festgenommen

Bei den Vorfällen am Eingang zum Gästeblock der Volkswagen Arena waren am Samstag nach Angaben der Polizei zehn Werder-Anhänger vorläufig festgenommen und später wieder entlassen worden. Die Polizei berichtete von drei verletzten Ordnern, drei leicht verletzten Beamte sowie Strafverfahren wegen Körperverletzung, Landfriedensbruch und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.

Der VfL Wolfsburg hatte in einer Mitteilung am Sonntag insbesondere die Werder-Anhänger für die Situation verantwortlich gemacht. «Der VfL Wolfsburg verurteilt die gestrigen Vorfälle in aller Deutlichkeit, die durch einen unnötigen und aggressiven Angriff durch Gästefans auf unsere Ordner starteten», hieß es. 

Werders Appell an alle Beteiligten zur Verantwortung

Bremens Geschäftsführerin Anne-Kathrin Laumann sah hingegen grundsätzlich alle Seiten in der Verantwortung. Die aktive Fanszene mache einen wesentlichen Teil der besonderen Atmosphäre rund um Werder Bremen aus, schrieb sie. «Zugleich ist mit dieser Rolle auch die Erwartung verbunden, in herausfordernden Situationen besonnen zu handeln und zur Deeskalation beizutragen», meinte Laumann weiter. 

In die Richtung des VfL Wolfsburg die eingesetzten Kräfte appellierte sie, «mit der notwendigen Verhältnismäßigkeit und mit einem klaren Fokus auf Kommunikation zu agieren». Aus Werder-Sicht erforderten «insbesondere große, strukturierte Fanszenen ein hohes Maß an Augenmaß, Flexibilität und Dialogbereitschaft».

Laumann stellte aber auch klar: «Unser gemeinsames Ziel muss es sein, Konflikte gar nicht erst eskalieren zu lassen. Körperliche Auseinandersetzungen und gewaltsame Zuspitzungen sind dabei kein akzeptables Mittel und widersprechen den Grundsätzen, welche wir als Verein vertreten.»

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