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Jonas Boldt neuer Sport-Geschäftsführer bei Hannover 96: Aufstieg als Ziel

Neu bei Hannover 96: Jonas Boldt. / Foto: Marcus Brandt/dpa
Neu bei Hannover 96: Jonas Boldt. / Foto: Marcus Brandt/dpa

Jonas Boldt wird Sport-Geschäftsführer bei Hannover 96 und nennt den Aufstieg in die Bundesliga als Ziel; lobt Team um Trainer Christian Titz.

Der Aufstieg in die Fußball-Bundesliga: Das war schon das große Ziel, als Jonas Boldt noch für den Hamburger SV arbeitete. Und um nichts anderes geht es jetzt auch in seinem neuen Job bei Hannover 96. Heute wurde der 44-Jährige dort als Sport-Geschäftsführer vorgestellt. Bei seiner ersten Pressekonferenz sprach Boldt über:

Seinen Wechsel zu Hannover 96:

«Mein erster Impuls war nicht sofort: Ja, das mache ich. Sondern das musste etwas reifen. Es war nicht unbedingt mein Ziel, wieder in der zweiten Liga zu arbeiten. Aber einer der Impulse war, wieder eine Rolle einzunehmen, in der ich Verantwortung haben und die Verantwortung vorleben kann. Ich bin eher Gestalter als Verwalter. Und dass das in der zweiten Liga mehr notwendig ist, als bei einem Club, der schon etabliert und ganz gut positioniert ist, ist logisch.»

Das große Ziel Aufstieg:

«Was ich nicht vermisst habe in den letzten Monaten, sind Begriffe wie Umbruch oder schlafender Riese. Ich habe diesen Club jedenfalls nicht schlafend wahrgenommen. Ich finde, dass der Club ein sehr gutes Fundament hat, seriös aufgestellt ist und auch wirtschaftlich sehr solide dasteht. Das Ziel und der Wunsch, irgendwann wieder oben dabei zu sein, ist zum Glück da. Ohne diese Ambition hätte ich es mir auch schwergetan. Ich kann nicht versprechen, wann wir aufsteigen. Aber ich kann auf jeden Fall versprechen, dass das die Ambition sein wird!»

Seine Zusammenarbeit mit Trainer Christian Titz und Sportdirektor Ralf Becker:

«Ich habe mit Ralf Becker und Christian Titz zwei Personen, mit denen ich sehr gerne zusammenarbeite. Und damit kann ich auch die letzten Zweifel ausräumen, ob da irgendjemand wackelt oder nicht. Wenn man in der vergangenen Saison sieht: Acht ausverkaufte Spiele, Tabellenplatz vier, so gut wie lange nicht mehr - dann ist das schon auch ein Stück Arbeit des Trainers und des Trainerteams. Ich bin nicht der Typ, der schnell mit dem Finger auf jemanden zeigt und sagt: Du bist schuld. Der muss weg. Auch bei Ralf Becker komme ich nicht hierhin, klappe den Koffer auf und sage: Den und den Spieler holen wir jetzt. Meine Rolle wird etwas übergeordnet sein.»

Den Streit zwischen Vereins- und Kapitalseite bei Hannover 96 und die möglichen Parallelen zum Hamburger SV:

«Das habe ich auch schon oft gehört mit den Parallelen. Ganz genau kann ich das natürlich noch nicht beurteilen. Aber von außen betrachtet: Ja, die gibt es. Die Struktur in Hannover ist allgemein bekannt. Und es ging jetzt auch nicht darum, daran zu rütteln, sondern mit den handelnden Personen umzugehen. Und da hilft mir definitiv die Erfahrung aus Hamburg. Denn ich glaube: Mehr zerstrittene Lager, Gremien und sonst was wie zu meiner Anfangszeit dort, gibt es kaum noch einmal. Das habe ich mir hier auch ein Stück weit als Ziel gesetzt: Die Menschen bestmöglich mitzunehmen.»

Seine Zeit nach dem Abschied vom Hamburger SV:

«Ich habe mir nach fünf intensiven Jahren in Hamburg ein bisschen Zeit genommen, um Abstand zu gewinnen, mich weiterzubilden und mich mit sehr vielen anderen Sportarten zu beschäftigen. Vor allem, was Strukturen und Führung angeht. Natürlich wäre ich auch gerne als Kapitän beim Aufstieg des HSV dabei gewesen. Aber das, was wir dort entwickelt haben, dass wir die Kultur verändert und diese Leistungsambitionen eingebracht haben: Das ist schon etwas, worauf ich sehr stolz zurückgucke.»

Sein Verhältnis zu seinem Mentor Rudi Völler:

«Er hat mir auf jeden Fall schon gratuliert zu diesem Job. Aber ich hatte ihn in meine Entscheidung auch mit eingebunden im Rahmen des Pokalfinals. Er hat mir sehr stark dazu geraten. Aber er kennt mich auch und weiß, dass ich so eine Art Aufgabe und Challenge wieder gesucht habe. Wir haben einen sehr regelmäßigen Austausch - ob in einer größeren Runde oder nur allein.»

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