Die Weltleitmesse der maritimen Wirtschaft SMM öffnet heute in Hamburg ihre Pforten. Vier Tage lang präsentiert die Branche in zwölf Messehallen, was sie seit der vorangegangenen Leistungsschau vor zwei Jahren entwickelt hat. Die maritime Industrie befindet sich nach Angaben der Veranstalter in einer Phase tiefgreifender Veränderungen. Steigende Anforderungen an Unter dem Leitmotiv «Driving the Maritime Transition» bringe die SMM die gesamte maritime Wertschöpfungskette in Hamburg zusammen. «Die SMM ist der Ort, an dem sich die globale maritime Branche alle zwei Jahre persönlich trifft», sagte Claus Ulrich Selbach von der Hamburg Messe und Congress. Es sei ein Schaulaufen der Technologie- und Innovationsführerschaft der gesamten maritimen Wertschöpfungskette. Nach Angaben der Messe stehen rund 2.300 Ausstellern und 50.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern mehr als 90.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung. Damit sei das komplette Messegelände ausgebucht. Die Aussteller stammten aus 70 Nationen, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sogar aus 120 Ländern. Es gebe 26 offizielle Nationenpavillons sowie hochrangige Delegationen aus Politik, Wirtschaft und Marinen. China, Japan, Südkorea und Indien zählten zu den besonders stark vertretenen maritimen Märkten. Erstmals seien unter anderem Zypern, Vietnam und Brasilien mit eigenen Gemeinschaftsständen vertreten. Daneben gebe es fünf Bühnen und fünf internationale Fachkonferenzen. Die SMM hat sich fünf Schwerpunkte für die viertägige Messe gegeben. Der Energieeffizienz widme die SMM erstmals einen eigenen Ausstellungsbereich, bei dem es unter anderem um neue Antriebssysteme, digitale Optimierungstools, Schiffbauinnovationen und Flottenmodernisierung gehe. Unter dem Stichwort Dekarbonisierung drehe es sich etwa um alternative Kraftstoffe, Elektrifizierung sowie Windassistenzsysteme. Weitere Schwerpunktthemen seien «Künstliche Intelligenz und Digitalisierung», «Autonomie und Robotik» sowie «Wartung und Sicherheit». Bei der Eröffnung der SMM heute um 10.30 Uhr werden unter anderem Hamburgs Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard, die norwegische Ministerin für Fischerei und Meerespolitik, Marianne Sivertsen Næss, und der Generalsekretär der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO), Arsenio Dominguez auftreten. Erwartet werden aber auch der Vorsitzende der Internationalen Schifffahrtskammer, John Denholm, und die Vorsitzende des Verbands Deutscher Reeder, Gaby Bornheim. Die Schiffbauindustrie läuft derzeit global auf Hochtouren. Die Branche verzeichne den zweithöchsten Auftragseingang ihrer Geschichte und generiere für die Zulieferindustrie erhebliche Wachstumschancen, sagte zuletzt der Hauptgeschäftsführer des Verbands für Schiffbau und Meerestechnik (VSM), Reinhard Lüken. Deutschland profitiere vor allem von einer starken Nachfrage nach Kreuzfahrtschiffen, Superyachten, Marine- und Spezialschiffen. Zudem nehme der Bau großer Offshore-Konverterplattformen Fahrt auf. Das sieht auch die Gewerkschaft IG Metall für Norddeutschland so. Dort brumme der Schiffbau wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die IG Metall Küste befrage bereits seit 1991 jedes Jahr Betriebsräte der norddeutschen Werften nach der aktuellen Lage und den Aussichten, sagte Bezirksleiter Daniel Friedrich. Und in diesen 36 Jahren habe er selten so gute Rückmeldungen aus der Branche erhalten: «Ich glaube, man kann das so zusammenfassen: höher, weiter, schneller.» Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenWarum ist die Messe wichtig?
Energieeffizienz, Dekarbonisierung, Digitalisierung und Sicherheit veränderten Schiffbau, Schifffahrt, Hafenwirtschaft und maritime Lieferketten gleichermaßen. Als internationale Leitmesse zeige die SMM die Technologien, Lösungen und Geschäftsmodelle, die diese Transformation vorantreiben.Was wird geboten?
Was sind die Schwerpunkte der Messe?
Wer kommt zur Eröffnung?
Wie steht es um den Schiffbau?