Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies will rund 880 Millionen Euro für die Digitalisierung des Flächenlandes ausgeben. «Unser Anspruch ist es, ohne Ressortgrenzen alle gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Aspekte einzubeziehen», sagte der SPD-Politiker nach einer Sitzung des Kabinetts, das zuvor den sogenannten Digitalisierungsfahrplan gebilligt hatte.
Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums kommen rund 761 Millionen Euro der Gesamtsumme vom Land, die restlichen 119 Millionen Euro sind EU- und Bundesmittel. Mit diesem Volumen gehöre Niedersachsen zur Spitzengruppe neben Nordrhein-Westfalen, sagte Lies.
Der Fahrplan sieht 117 Maßnahmen und Projekte vor, die Unternehmen, Verwaltung und Gesellschaft auf dem Weg in die Digitalisierung begleiten sollen. Konkrete Beispiele sind etwa das neue KI-Reallabor Osnabrück des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz, ein neues Informatik-Weiterbildungsstudium für Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen und der weitere Ausbau der Glasfaserinfrastruktur.